Sundarbans-Nationalpark, Nationalpark in Westbengalen, Indien.
Sundarbans National Park ist ein Nationalpark, Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe im South 24 Parganas-Distrikt in West Bengal, Indien, der das größte Mangrovenwaldökosystem der Erde schützt. Ein dichtes Netz aus Wasserwegen schlängelt sich durch das grüne Dickicht, verbindet Hunderte kleiner Inseln miteinander und bildet ein unverwechselbares Labyrinth aus Flüssen, Gezeitenkanälen und schlammigen Ufern.
Das Gebiet erhielt 1865 durch den Forest Act erstmals offiziellen Schutz, wurde 1973 zum Tigerreservat erklärt und bekam 1984 den Status eines Nationalparks. 1987 erfolgte die Anerkennung durch die UNESCO als Weltnaturerbe, um die Bedeutung dieses Mangrovenökosystems weltweit zu unterstreichen.
Der Name Sundarbans leitet sich von den Sundari-Bäumen ab, einer Mangrovenart, die das Erscheinungsbild der Region prägt und eng mit der Lebensweise der Menschen hier verbunden ist. Fischer und Honigsammler betreten den Wald mit traditionellen Schutzritualen, da sie täglich in unmittelbarer Nähe von Tigern und Krokodilen arbeiten.
Der Zugang erfolgt ausschließlich mit dem Boot, da es keine Straßen oder Wege im Inneren des Schutzgebiets gibt; organisierte Touren starten in der Regel am Morgen und kehren am Nachmittag zurück. Während der Monsunzeit zwischen Juni und September ist die Befahrung der Kanäle oft eingeschränkt, da starke Strömungen und hoher Wasserstand die Navigation erschweren.
Die Bengalischen Tiger in diesem Gebiet haben gelernt, durch Salzwasser zu schwimmen und im schlammigen Gelände zu jagen, wobei sie Verhaltensweisen entwickelt haben, die nirgendwo sonst auf der Welt bei dieser Art beobachtet werden. Einige dieser Tiger wurden dabei beobachtet, wie sie bei Ebbe auf kleinen Inseln nach Beute Ausschau halten und bei Flut durch tiefe Kanäle schwimmen.
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