Malwa, Historische Region im zentralen Madhya Pradesh, Indien
Malwa ist eine Hochebene in Zentral-Madhya Pradesh, die sich über weite Flächen mit fruchtbarem schwarzen Boden erstreckt und von mehreren Flüssen wie Chambal, Sipra und Kali Sindh durchzogen wird. Das Gelände wechselt zwischen sanften Hügeln und flachen Ebenen, auf denen kleine Dörfer und Felder das Landschaftsbild prägen, während Straßen sich durch offene Landschaften schlängeln.
Die Gegend war früher als Avanti bekannt und entwickelte sich ab dem 2. Jahrhundert vor Christus zu einem eigenständigen Fürstentum. Zwischen 1401 und 1531 regierte hier eine unabhängige Dynastie von Mandu aus, bevor die Macht wechselte und sich das politische Zentrum verschob.
Chanderi und Sironj stellen heute noch Musselin und bedruckte Baumwollstoffe her, die Besucher auf lokalen Märkten und in Werkstätten betrachten können. Weberfamilien arbeiten mit traditionellen Techniken, die man in den engen Gassen dieser Zentren beobachten kann, wo Stoffe auf Holzrahmen gespannt werden.
Die Gegend lässt sich am besten mit eigenem Fahrzeug erkunden, da die Dörfer und Felder weit auseinander liegen und öffentliche Verkehrsmittel nur die größeren Orte anfahren. Wer durch die offenen Landschaften reist, sollte ausreichend Wasser mitführen und auf die Mittagssonne achten, da Schatten außerhalb der Ortschaften rar ist.
Der Boden enthält Lagerstätten von Kohle, Mangan, Glimmer, Eisenerz, Kupfer, Bauxit, Kalkstein, Ton, Kalzit, Zink und Graphit, die in manchen Gegenden sichtbar an der Oberfläche zutage treten. Abbaugebiete liegen oft abseits der Hauptstraßen, doch Reisende bemerken gelegentlich kleine Minen oder offene Gruben entlang ländlicher Wege.
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