Nagarjunakonda, Buddhistischer Archäologiekomplex im Bezirk Guntur, Indien
Nagarjunakonda ist ein buddhhistisches Ausgrabungsgelände mit Stupas, Klöstern und Tempeln auf einer Insel, die durch den Staudamm entstand. Die Überreste stammen aus einer Zeit, als der Ort ein bedeutendes Zentrum für religiöse Studien war.
Der Ort wurde nach dem buddhistischen Philosophen Nagarjuna benannt und erlebte seine Blütezeit im 2. Jahrhundert als bedeutendes Lernzentrum. Es zog Schüler aus China und Sri Lanka an und entwickelte sich zu einem wichtigen Ort des Wissensaustauschs.
Das Museum zeigt buddhistische Skulpturen, Inschriften und Bauteile, die bei Ausgrabungen aus überfluteten Bereichen geborgen wurden. Besucher können die künstlerischen Arbeiten und schriftlichen Zeugnisse dieser antiken Gelehrtengemeinschaft sehen.
Um Nagarjunakonda zu erreichen, benötigt man eine Fährfahrt vom Festland über den Nagarjuna-Sagar-See. Die Boote fahren regelmäßig von der Uferlinie ab und bieten die einzige Möglichkeit, zur Insel zu gelangen.
Etwa dreißig buddhistische Klöster wurden sorgfältig auf höheres Gelände verlegt, bevor das Tal durch den Staudamm geflutet wurde. Diese Rettungsaktion bewahrte wichtige bauliche Strukturen, die sonst unter Wasser versenkt worden wären.
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