Kodungallur, Alte Hafenstadt im Bezirk Thrissur, Indien
Kodungallur ist eine Stadt im Distrikt Thrissur, Kerala, am Ufer des Periyar, die sich als Hafenort in flacher Küstenlandschaft entwickelt hat. Das Stadtbild vereint Ruinen einer alten Festung, Sakralbauten unterschiedlicher Religionen und Wohnviertel, die sich entlang von Wasserwegen ausbreiten.
Der Hafen erlebte im ersten Jahrtausend eine Blütezeit als Tor für Händler aus dem Nahen Osten und Europa, ehe der Periyar nach einem Hochwasser im 14. Jahrhundert seinen Lauf veränderte. Spätere Kolonialherren bauten eine Festung, die mehrfach den Besitzer wechselte und schließlich verfiel.
Der Name Cranganore stammt von Kodam und Kadalur, was auf eine lange Verbindung mit Küstenhandel und Seefahrt verweist, die auch heute noch in Ortsnamen und lokaler Bauweise sichtbar wird. Viele Bewohner pflegen religiöse Traditionen an verschiedenen Orten der Stadt, wo Gebetsräume und Schreine in unmittelbarer Nähe zueinander liegen.
Zwei Nationalstraßen verbinden die Stadt mit größeren Zentren in Kerala und ermöglichen die Anreise mit dem Auto oder Bus. Der nächste internationale Flughafen liegt etwa eine Autostunde entfernt, sodass Reisende von dort direkt weiterfahren können.
Die Cheraman-Juma-Moschee gilt als die erste Moschee auf dem indischen Subkontinent und bewahrt eine Bauweise, die Elemente lokaler hinduistischer Architektur mit islamischen Formen verbindet. Besucher sehen hier eine Öllampe, die seit Jahrhunderten jeden Abend entzündet wird.
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