Munnar, Bergstation in Kerala, Indien
Munnar ist eine Stadt im Bezirk Idukki in Kerala, Indien, die auf einer Höhe von etwa 1600 Metern in den Western Ghats liegt. Die drei Flüsse Mudrapuzha, Nallathanni und Kundala treffen sich hier inmitten weitläufiger Teeplantagen, die die gesamte Landschaft dominieren.
Britische Pflanzer begannen in den 1870er Jahren mit der Umwandlung dieser Bergregion in Teeplantagen, nachdem John Daniel Munro ein Pachtgebiet von der Königsfamilie Poonjar erhalten hatte. Diese kommerzielle Entwicklung veränderte die ursprüngliche Landschaft grundlegend und führte zur Ansiedlung zahlreicher Arbeiter aus verschiedenen Regionen.
Die Sprache Malayalam dominiert das alltägliche Leben in dieser Bergregion, wo Tamil ebenfalls weit verbreitet ist durch die historischen Verbindungen zur Plantagenwirtschaft. Besucher bemerken schnell die überall präsenten Teeplantagen, die heute noch das soziale und wirtschaftliche Gefüge der Stadt prägen.
Die Stadt erreicht man über Nationalstraßen, die nach Kochi und zu anderen größeren Orten in Kerala führen. Reisende sollten warme Kleidung mitbringen, da die Temperaturen in dieser Höhe besonders nachts deutlich kühler sind als im übrigen Kerala.
Die Neelakurinji-Pflanze blüht hier nur alle zwölf Jahre und bedeckt dann die Hügel mit blauen Blüten, ein Ereignis das Besucher aus ganz Indien anzieht. Lokale Gemeinschaften nutzen diesen natürlichen Rhythmus traditionell als Zeitmesser für langfristige Ereignisse und Generationenwechsel.
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