Silent-Valley-Nationalpark, Nationalpark in Kerala, Indien
Silent Valley ist ein Nationalpark in den Nilgiri-Bergen im Bundesstaat Kerala, der rund 89 Quadratkilometer unberührten tropischen Regenwald schützt. Das Gebiet liegt auf Höhen zwischen 900 und 2.300 Metern und beherbergt zahlreiche Säugetierarten, darunter Löwenschwanzmakaken, Königstiger und asiatische Elefanten.
Die Region erhielt ihren Schutzstatus im Jahr 1984, nachdem landesweite Demonstrationen den Bau eines Staudamms verhinderten, der große Waldabschnitte überflutet hätte. Die Bewegung gilt heute als eine der ersten erfolgreichen Umweltkampagnen in Indien und stärkte das Bewusstsein für den Erhalt tropischer Ökosysteme.
Der Name Sairandhri, wie Einheimische das Tal nennen, stammt aus dem Epos Mahabharata und erinnert an eine Prinzessin, die hier Zuflucht fand. Besucher bemerken oft die Stille beim Wandern, da tatsächlich keine Zikaden zu hören sind, was dem Ort eine ungewöhnliche Ruhe verleiht.
Eine Genehmigung der Forstverwaltung in Mannarkkad ist erforderlich, bevor man das Schutzgebiet betreten darf, und kann normalerweise am selben Tag ausgestellt werden. Die beste Zeit für einen Besuch liegt zwischen November und März, wenn die Wege trocken sind und Tiere häufiger in der Nähe der Flüsse gesichtet werden.
Der Park bewahrt eine der letzten Populationen des Löwenschwanzmakaken, einer Affenart, die nur in den Westghats vorkommt und durch ihren silbergrauen Bart leicht zu erkennen ist. Forscher haben hier über 400 Vogelarten dokumentiert, mehr als in den meisten anderen indischen Schutzgebieten ähnlicher Größe.
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