Ajmer, Pilgerstadt in Rajasthan, Indien
Ajmer ist eine Pilgerstadt im nordwestlichen Indien, die sich über die unteren Hänge des Taragarh-Hügels im Aravalli-Gebirge auf einer Höhe von etwa 486 Metern erstreckt. Die Altstadt mit schmalen Gassen liegt um den großen Dargah herum, während neuere Viertel sich in Richtung der breiten Ausfallstraßen entwickeln und moderne Wohngebiete neben traditionellen Märkten entstehen.
Ein Rajput-König gründete die Siedlung im 7. Jahrhundert, die später unter das Sultanat von Delhi fiel und anschließend zu einem wichtigen Zentrum der Mogulherrschaft wurde. Britische Kolonialverwaltung übernahm die Region im 19. Jahrhundert, bis sie nach der Unabhängigkeit Teil Rajasthans wurde.
Der Schrein mit dem Grab des Sufi-Heiligen ist ein Pilgerort für Menschen aus mehreren religiösen Traditionen, die Blumengirlanden und Tücher mitbringen. Die Besucher betreten das Heiligtum barfuß und folgen den Riten mit Gebeten und Gesängen, während ständig Weihrauch brennt und Musikanten die Atmosphäre prägen.
Besuch am frühen Morgen oder späten Nachmittag hilft, die größten Menschenmengen zu vermeiden, besonders an religiösen Feiertagen. Die Wege um das Heiligtum herum sind meist gepflastert, aber in den älteren Marktgassen kann das Kopfsteinpflaster uneben sein.
Marmorpavillons am Ana-Sagar-See stammen aus der Herrschaftszeit eines Mogulkaisers und wurden ursprünglich als Ruheplätze für den Hof errichtet. Ein alter Jain-Tempel wurde in eine Moschee umgewandelt und zeigt heute Elemente beider Glaubensrichtungen an seinen Wänden und Decken.
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