Madras Observatory, Astronomisches Observatorium in Chennai, Indien
Die Madras-Sternwarte wurde am Ufer des Cooum in Nungambakkam nach einem Entwurf von Michael Topping errichtet: ein einziger Raum von 12 Metern Länge, 6 Metern Breite und 5 Metern Höhe. In seiner Mitte trug eine 10 Tonnen schwere Granitsäule einen 30 Zentimeter großen azimutalen Meridiankreis von Troughton, der ab dem 9. Januar 1793 für Meridianbeobachtungen diente. Die Granitsäule steht noch und trägt die Inschrift „Madras Meridian“.
Die Sternwarte wurde am Ende des 18. Jahrhunderts gegründet und diente zunächst privaten Forschungszwecken, bevor sie unter die Verwaltung der britischen Handelsgesellschaft kam. Später spielte sie eine Rolle in der wissenschaftlichen Vermessung Indiens und in der Weiterentwicklung der astronomischen Beobachtungstechniken.
Besucher können den Ort sehen, an dem wichtige Himmelskataloge entstanden sind und die wissenschaftliche Arbeit der Vergangenheit nachvollziehen. Die Gebäude zeigen, wie Menschen damals Himmelsbeobachtungen durchgeführt haben und welche Instrumente dafür nötig waren.
Die Sternwarte lag am Ufer des Cooum in Nungambakkam, im heutigen Zentrum von Chennai. Das Gebäude ist verschwunden, doch die 10 Tonnen schwere Granitsäule, die den Meridiankreis trug, steht noch, mit einer späteren Inschrift, die den „Madras-Meridian“ markiert. Suchen Sie diese Säule bei einem Rundgang durch Nungambakkam.
1855 meldete William Stephen Jacob, damals Leiter des Observatoriums, Bahnanomalien beim Doppelstern 70 Ophiuchi und deutete sie als Hinweis auf einen möglichen Exoplaneten. Die Behauptung wurde später widerlegt; die ersten bestätigten Exoplaneten folgten erst 137 Jahre später. Der Granitpfeiler, der Troughtons Meridiankreis trug, steht noch und trägt eine Inschrift, die den „Madras-Meridian“ markiert.
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