Nalanda, Alte buddhistische Universität in Nalanda, Indien.
Nalanda Mahavihara ist eine archäologische Stätte in Nalanda, Indien, die Reste einer alten buddhistischen Bildungseinrichtung zeigt. Die ausgegrabenen roten Backsteinbauten erstrecken sich über etwa 14 Hektar und umfassen Klöster, Tempel, Schlafsäle und Unterrichtsräume, die durch schmale Gänge und offene Innenhöfe miteinander verbunden sind.
Das Mahavihara wurde um 450 n. Chr. unter König Kumargupta I. als buddhistisches Lehrkloster gegründet. Es wuchs über die Jahrhunderte zu einem bedeutenden Zentrum für religiöses Studium, bis es 1199 von türkischen Truppen zerstört wurde.
Gelehrte aus Tibet, China, Korea und der Mongolei kamen hierher, um buddhistische Texte zu studieren und religiöse Debatten zu führen, die oft mehrere Tage dauerten. Heutige Besucher finden eine ruhige Atmosphäre vor, in der lokale Pilger zwischen den Ruinen meditieren und Räucherstäbchen an kleinen Schreinen anzünden.
Die ausgegrabenen Bereiche umfassen Meditationshallen, Hörsäle, Tempel und ein Museum mit buddhistischen Skulpturen, Keramik und verkohlten Reiskörnern aus dem zwölften Jahrhundert. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Wege zwischen den Ruinen uneben sind und direkte Sonneneinstrahlung während der Erkundung erwartet werden kann.
Die Bibliothek erstreckte sich über neun Stockwerke und beherbergte mehr als dreihunderttausend Manuskripte zu Themen von buddhistischer Philosophie bis Mathematik. Etwa zweitausend Lehrer unterrichteten Studenten aus verschiedenen Ländern, was diese Einrichtung zur ersten international organisierten Wohnuniversität in dokumentierter Geschichte machte.
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