Backwaters, Wassererbestätte und Ramsar-Gebiet in Kerala, Indien
Die Kerala-Küstenlagunen bilden ein 900 Kilometer langes Netz aus miteinander verbundenen Wasserstraßen, das sich parallel zur Küste des Arabischen Meeres erstreckt. Palmen säumen die Ufer, während schmale Kanäle sich durch Reisfelder und kleine Dörfer schlängeln, in denen traditionelle Holzboote den täglichen Verkehr sicherstellen.
Die Wasserstraßen dienten über Jahrhunderte als Haupthandelsrouten zwischen Binnenregionen und Küstenhäfen für Gewürze, Reis und Kokosnussprodukte. Europäische Händler nutzten ab dem 15. Jahrhundert diese Kanäle, um direkten Zugang zu den Gewürzanbaugebieten des Landesinneren zu erlangen.
Die Kuttanad-Region setzt auf traditionelle Reiskultivierung unterhalb des Meeresspiegels, wobei Deiche und Kanäle das Land vor Überflutung schützen. Dorfbewohner nutzen flache Boote für den täglichen Transport zwischen Häusern, Tempeln und Märkten entlang der Ufer.
Die Trockenzeit von Oktober bis März bietet die besten Bedingungen für Erkundungen per Hausboot oder Fähre. Besucher sollten leichte Kleidung und Sonnenschutz mitbringen, da die Wasserstraßen wenig Schatten bieten und die Luftfeuchtigkeit hoch bleibt.
Einige Hausboote verfügen über traditionelle Küchen, in denen Köche frisch gefangenen Fisch und lokalen Reis direkt während der Fahrt zubereiten. Die breitesten Abschnitte bei Vembanad ermöglichen jährliche Schlangenbootrennen, bei denen bis zu 100 Ruderer ein einziges langes Boot antreiben.
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