Chandannagar, Stadtverwaltung in Westbengalen, Indien.
Chandannagar ist eine Stadt im indischen Bundesstaat Westbengalen, die sich am westlichen Ufer des Hooghly River erstreckt und Teil der gleichnamigen Unterteilung bildet. Mehrstöckige Wohngebäude stehen neben alten Kolonialbauten, während Gassen vom Flussufer ins Innere der Stadt führen und Märkte sowie Wohnviertel verbinden.
Die Französische Ostindien-Kompanie erwarb das Gelände 1673 von den Mogulbehörden und entwickelte es zu einem Handelsstützpunkt, der über zwei Jahrhunderte lang unter französischer Verwaltung stand. Nach der Unabhängigkeit Indiens wurde die Stadt 1949 formell an die indische Regierung übertragen und später in den Bundesstaat Westbengalen eingegliedert.
Der Name stammt aus dem Bengalischen und bezeichnet einen Ort, der historisch mit Sandelholz in Verbindung stand, obwohl heute keine Sandelholzbäume mehr das Stadtbild prägen. Straßenschilder tragen sowohl bengalische als auch französische Bezeichnungen, und man findet noch Bäckereien, die baguetteähnliches Brot nach alten Rezepten backen.
Wer vom Zentrum Kolkatas anreist, erreicht die Stadt mit der Bahn in etwa einer Stunde, da Züge in regelmäßigen Abständen verkehren. Am besten erkundet man das Flussufer und die Seitenstraßen zu Fuß, während die Hauptstraßen stark befahren sein können und Geduld erfordern.
An mehreren Häuserfassaden findet man noch originale französische Fensterläden und schmiedeeiserne Balkone, die trotz des tropischen Klimas über die Jahrzehnte erhalten blieben. Die Standuhr im alten Stadtteil wurde in Frankreich gefertigt und zeigt bis heute die Uhrzeit an, obwohl sie selten gewartet wird.
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