Ambala, Handelsstadt in Haryana, Indien
Ambala ist eine Stadt im Distrikt Ambala in Haryana, die sich entlang des Ghaggar-Flusses erstreckt und in zwei durch acht Kilometer getrennte Bereiche gegliedert ist: die Cantonment-Zone mit militärischen Anlagen und breiten Alleen sowie Ambala City mit dichteren Wohnvierteln und Märkten. Beide Teile wirken eigenständig, teilen sich aber Eisenbahnverbindungen und Fernstraßen, die nach Delhi und in den Punjab führen.
Britische Truppen gründeten den Cantonment-Teil 1843, nachdem sie Karnal wegen einer Malaria-Epidemie verlassen hatten. Die Ansiedlung wuchs rasch zur Garnisonsstadt und blieb nach der Unabhängigkeit 1947 ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt an der Grenze zwischen Haryana und Punjab.
Die Stadt trägt ihren Namen nach der hinduistischen Göttin Amba Mai, der hier ein Tempel gewidmet ist. Webereien und Färbereien prägen noch heute ganze Straßenzüge, wo Händler Stoffballen auf Karren durch die engen Gassen schieben.
Die meisten Besucher erreichen die Stadt über den Bahnhof im Cantonment, der Züge aus Delhi und Amritsar empfängt. Zwischen den beiden Stadtteilen verkehren Busse und Rikschas, wobei man für die Strecke etwa zwanzig Minuten einplanen sollte.
An diesem Ort trennt sich das Flusssystem des Ganges vom Einzugsgebiet des Indus, wobei der Ghaggar und der Tangri die natürliche Grenze bilden. Diese hydrologische Besonderheit macht die Gegend für Geographen interessant, auch wenn man die Wasserscheide selbst kaum sieht.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.