Singalila-Nationalpark, Nationalpark und Vogelschutzgebiet im Bezirk Darjeeling, Indien.
Der Singalila-Nationalpark umfasst 78,6 Quadratkilometer auf dem Singalila-Kamm im Distrikt Darjeeling, Westbengalen, und reicht von 2.300 bis 4.000 Metern Höhe. Seine Hänge tragen subtropischen Kiefernwald, gemäßigten Laubwald und subalpinen Nadelwald, mit Bambus, Eichen, Magnolien und Rhododendren zwischen 2.000 und 3.600 Metern. Die Flüsse Rammam und Srikhola durchfließen ihn, und auf dem Kamm liegen Sandakphu (3.630 m) und Phalut (3.600 m), die beiden höchsten Gipfel Westbengalens.
Die britische Verwaltung übernahm die Region Singalila 1882 von Sikkim und erklärte sie dann zum Schutzwald nach indischem Forstgesetz. Diese Entscheidung bildete die Grundlage für den heutigen Nationalpark.
Der Park weist keine bedeutende Geschichte menschlicher Besiedlung auf; kleine Siedlungen entstanden entlang der Trekkingroute nach Sandakphu und Phalut, darunter ein recht großes Dorf in Kala Pokhri am gleichnamigen See. Sandakphu heißt wegen der vielen Himalaya-Kobralilien (Arisaema) dort „Berg der giftigen Pflanzen“.
Besucher können von verschiedenen Ausgangspunkten aus Wanderungen unternehmen, wobei Maneybhanjang ein häufiger Startort ist. Der beste Zeitpunkt ist von Oktober bis Mai, wenn das Wetter stabiler ist und die Wege in besserer Verfassung sind.
Der Sandakphu, mit 3.630 m der höchste Gipfel Westbengalens, liegt im Park und trägt wegen seiner dichten Bestände an Himalaya-Kobralilien (Arisaema) den Beinamen „Berg der giftigen Pflanzen“. Im Jahr 2004 wurden hier zwei im Zoo Padmaja Naidu in Darjeeling gezüchtete Rotpanda-Weibchen, Sweety und Milli, ausgewildert.
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