Nameri National Park, Nationalpark in Sonitpur, Indien
Der Nameri-Nationalpark ist ein Naturschutzgebiet in den östlichen Ausläufern des Himalaya im Distrikt Sonitpur, das sich über dichten Wald erstreckt und von zwei großen Flüssen durchzogen wird. Das Gelände wechselt zwischen dichtem Baumbestand, offenen Graslandschaften und Flussbetten, die sich durch das Gebiet schlängeln.
Nameri wurde am 17. Oktober 1978 zum Schutzwald erklärt. Am 18. September 1985 wurde es ein 137 km² großes Schutzgebiet innerhalb des Naduar Forest Reserve, das damals stark abgeholzt wurde. Am 15. November 1998 kamen weitere 75 km² hinzu, und am 1. März 2000 wurde ein 344 km² großes Gebiet zum Tigerreservat erklärt, mit einer Kernzone von 200 km².
Der Jia-Bharoli, im Park Jia-Bhoroli genannt, war seit britischer Zeit für das Angeln auf den Goldenen Mahseer bekannt; ab 2011 wurde das Angeln im Tigerreservat offiziell verboten. Die Vogelbeobachter Pankaj Sharma und Man Baruah zählten hier 2005 wissenschaftlich 374 Vogelarten. Die Herkunft des Parknamens wird in den Quellen nicht erklärt.
Besucher müssen sich beim Forstamt in Potasil registrieren, um an geführten Wanderungen durch das Schutzgebiet teilnehmen zu können. Die Wege führen durch verschiedene Vegetationszonen und entlang der Flussläufe.
Das Schutzgebiet grenzt direkt an das Pakhui-Wildreservat im Nachbarstaat Arunachal Pradesh und bildet mit ihm zusammen einen grenzüberschreitenden Naturraum. Diese Verbindung ermöglicht wandernden Tierarten einen weiträumigen Lebensraum ohne Unterbrechung.
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