Kumarakom, Inseldorf in Kerala, Indien
Kumarakom ist eine Inselgemeinde im Distrikt Kottayam in Kerala, die sich über mehrere Inseln am Ostufer des Vembanad-Sees verteilt. Die Landschaft besteht aus Wasserstraßen, Reisfeldern und Feuchtgebieten, die teilweise unter dem Meeresspiegel liegen.
In den 1840er Jahren verwandelte Alfred George Baker etwa 500 Acres Feuchtgebiet vom Vembanad-See in bewohnbares Land und erbaute dort sein Wohnhaus, das heute als History House bekannt ist. Diese Trockenlegung bildete die Grundlage für die spätere Besiedlung des Gebiets.
Die Einheimischen arbeiten oft als Fischer oder sammeln Muscheln aus den Kanälen und dem See, die später für Kalkproduktion und andere gewerbliche Zwecke verkauft werden. Man sieht häufig kleine Boote, die beladen mit schwarzen Muscheln zurück zu den Anlegestellen fahren.
Besucher können in Hausbooten mit unterschiedlichen Kabinenkonfigurationen oder in Resorts entlang der Uferpromenade übernachten. Die Preise schwanken je nach Jahreszeit, wobei die Monsunmonate meist günstiger sind als die Trockenzeit.
Das Gebiet wurde 2002 als Ramsar-Schutzgebiet ausgewiesen und beherbergt Zugvögel aus Sibirien und anderen fernen Regionen, die hier überwintern. Die Feuchtgebiete dienen gleichzeitig als natürliches Rückhaltebecken, das Überschwemmungen während der Regenzeit verhindert.
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