Aranmula Boat Race, Annual snake boat race in Kerala, India
Das Aranmula Boat Race ist ein Bootsrennen-Festival, das jährlich in einem Dorf in Kerala, Südindien, stattfindet. Das Ereignis nutzt lange, schlange-förmige Holzboote, sogenannte Chundan Vallam, die etwa 30 Meter lang sind und von Teams von Ruderern in Paaren angetrieben werden, während 25 Sänger an Bord das Ruderrhythmus mit traditionellen Liedern unterstützen.
Die Bootsbau-Tradition reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als ein König diese Boote ursprünglich für Kriegszwecke während einer Schlacht konstruierte. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Boote von Kriegsschiffen zu Symbolen des lokalen Stolzes und der kulturellen Identität, die heute als heilige Objekte in der Gemeinschaft verehrt werden.
Das Boot-Rennen ist mit lokalen Legenden über Lord Krishna verbunden, der einer Überlieferung nach das Bootdesign selbst schuf. Die Boote werden als heilige Gefäße angesehen, die in der nahe gelegenen Sri Parthasarathy Tempel eng mit religiösen Überzeugungen verknüpft sind.
Die Veranstaltung findet zwischen August und September statt, abhängig von Mondphasen und der sichtbarkeit des Uthrattathi-Sterns im lokalen Kalender. Besucher sollten sich auf eine lebhafte Atmosphäre mit vielen Zuschauern an den Uferrängen vorbereiten, wo es Musik und traditionelle Kulturprogramme gibt.
Die Boote werden aus dem Holz einer bestimmten wilden Jackfruit-Baumart gebaut, die nur an einem günstigen Tag gefällt wird, und das fertige Boot wird dann in einem speziellen Gebäude gelagert, das für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Die Bootsschiffsbauer pflegen diese Handwerkstradition über Generationen hinweg weiter und bezeichnen jedes Boot nach dem Dorf, aus dem es stammt.
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