Karnasuvarna, Archäologische Stätte und nationales Denkmal in Berhampore, Westbengalen, Indien
Karnasuvarna ist eine archäologische Stätte und ein nationales Denkmal im Berhampore Block im Distrikt Murshidabad in Westbengalen, Indien. Die Stätte liegt in der Nähe des Flusses Bhagirathi und besteht aus Erdhügeln, Mauerresten aus Backstein und verstreuten Strukturen, die frühere religiöse und monastische Bauten anzeigen.
Die Stätte war im 7. Jahrhundert n. Chr. die Hauptstadt des Gauda-Königreichs unter König Shashanka, dem ersten bedeutenden unabhängigen Herrscher Bengalens. Nach seinem Tod sank die Stadt allmählich, da Überschwemmungen und politische Veränderungen ihre Bedeutung verringerten, und sie war bis zum 13. Jahrhundert weitgehend aufgegeben.
Der Name Karnasuvarna stammt aus dem Sanskrit und bedeutet ungefähr "Karnas Gold". Er verbindet den Ort mit dem legendären Helden Karna aus dem Mahabharata. Die Menschen in der Umgebung sprechen noch heute über diese Verbindung, und sie prägt die Erinnerung an diesen Ort in den Dörfern.
Die Stätte ist von Berhampore aus über lokale Verkehrsmittel wie Fahrrad-Rikschas und Elektrorikschas erreichbar, und der Bahnhof Karna Subarna liegt in der Nähe. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen und Wasser mitzubringen, da die Wege zwischen den Ruinen unbefestigt sein können.
Bei Ausgrabungen ab 1929 wurde ein Siegel gefunden, das den Standort als Raktamrittika Mahavihara ausweist, ein buddhistisches Kloster, das der chinesische Reisende Xuanzang um 639 n. Chr. besuchte und beschrieb. Der berühmte buddhistische Gelehrte Atisha Dipankara, der den Buddhismus später in Tibet verbreitete, soll hier studiert haben.
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