Chapramari Wildlife Sanctuary, Wildtierschutzgebiet in Westbengalen, Indien
Chapramari ist ein Naturschutzgebiet mit 960 Hektar gemischten Grasländern und Wäldern im Norden Westbengalens. Das Gebiet bietet Lebensraum für Elefanten, Leoparden und zahlreiche Vogelarten in einem vielfältigen Ökosystem.
Chapramari wurde 1895 nach dem Indian Forest Act zum nationalen Schutzwald erklärt. 1896 schlug der Forstverwalter D.H.E. Sander vor, das Gebiet zu einem Tourismuszentrum zu machen. Der Name Chapramari Wildlife Reserve kam 1939 auf, und 1998 verlieh die indische Regierung den Status eines nationalen Wildschutzgebiets.
Der Name verbindet 'Chapra', einen kleinen Fisch aus Murti und Jaldhaka, mit 'Mari', was Überfluss bedeutet. Diese Fischart ist in den Gewässern heute ausgestorben; der Ortsname bewahrt also das Andenken an eine verschwundene Nahrungsquelle. Das Schutzgebiet zieht weiterhin Vogelbeobachter an, die Sittiche, Eisvögel und Grüntauben suchen.
Das Schutzgebiet ist jedes Jahr von Mitte Juli bis Mitte September wegen des Monsuns geschlossen. Der National Highway 17 und die Straße Chalsa–Bindu–Jaldhaka–Todey Tangta führen mitten hindurch, und die Fahrt von Siliguri dauert etwa zwei Stunden. Malbazar, 15 km entfernt, ist der nächste größere Bahnknoten; Chalsa liegt 7 km und Nagrakata 7,5 km entfernt.
Eine Eisenbahnlinie durchquert das Schutzgebiet und schafft besondere Herausforderungen für die Wildtierbewirtschaftung. Besonders die Bewegungen der Elefanten und ihr Schutz werden durch diese Infrastruktur beeinflusst.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.608 Mitwirkenden weltweit.