Gulf of Mannar Marine National Park, Meeresnationalpark in Tamil Nadu, Indien.
Das Gulf of Mannar Marine National Park ist ein Meeresnaturschutzgebiet entlang der Küste von Tamil Nadu mit 21 Inseln, die Korallenriffe, Mangrovenwälder und Seegraswiesen umgeben. Die Inseln sind zwischen Rameswaram und Tuticorin verstreut und schützen drei verschiedene Lebensräume, in denen Meeresschildkröten ihre Eier ablegen und Delfine in den flachen Gewässern schwimmen.
Der Park wurde 1980 gegründet und sechs Jahre später als nationales Schutzgebiet ausgewiesen, um die Überfischung zu stoppen und die Korallenriffe vor Schäden zu bewahren. Die Region wurde danach zum ersten Meeresbiosphärenreservat in Südasien und dient als Modell für andere Schutzgebiete entlang der indischen Küste.
Fischer geben ihr Wissen über die Gewässer an Besucher weiter und zeigen, welche Meeresfrüchte sie fangen und wie sie seit Generationen nachhaltig arbeiten. An den Küsten stehen kleine Schreine, die den Heiligen der Seefahrer gewidmet sind und die tiefe Verbindung zwischen den Dörfern und dem Meer zeigen.
Bootsausflüge mit Glasboden fahren von Mandapam und Rameswaram zwischen Oktober und März ab, wenn das Wasser klar ist und man die Korallen unter der Oberfläche sehen kann. Es ist ratsam, früh am Morgen zu fahren, wenn das Meer ruhig ist und mehr Meerestiere aktiv sind.
Unter den Riffen lebt die Seekuh, ein großes sanftes Tier, das Seegras frisst und seit Jahrhunderten in alten Seefahrererzählungen als Meerjungfrau beschrieben wird. Die Inseln beherbergen auch seltene biolumineszente Algen, die nachts im flachen Wasser leuchten und bei jeder Bewegung ein grünes Licht abgeben.
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