Kingsway Camp, Flüchtlingslager im Nordwestbezirk von Delhi, Indien
Kingsway Camp ist ein Wohngebiet in Nordwest-Delhi, das sich vom Ufer des Yamuna-Flusses bis zur Gegend von Shalimar Bagh erstreckt. Das Gebiet besteht aus mehreren älteren Vierteln wie Hudson Lines und Outram Lines, die dicht besiedelt und mit zahlreichen kleinen Gassen durchzogen sind.
Das Gebiet entststand 1947 als größtes Flüchtlingslager Delhis, das etwa 300.000 Menschen aufnahm, die während der Teilung Indiens fliehen mussten. Aus diesem Notunterkommen entwickelte sich schrittweise eine reguläre Wohngegend mit etablierter Infrastruktur.
Die Gegend trägt seit 1970 den Namen Guru Teg Bahadur Nagar, benannt nach einem Sikh-Gurus, und spiegelt die neue Rolle als etabliertes Wohnviertel wider. Dieser Wandel zeigt sich im Alltag, wo alte und neue Strukturen nebeneinander existieren.
Das Gebiet ist über Buslinien und die Metrostation gut an Delhi University und Civil Lines angebunden, was die Fortbewegung vereinfacht. Besucher sollten auf schmale Wege und dichtes Gedränge vorbereitet sein, besonders in den Morgen- und Abendstunden.
Einige der ursprünglichen Bewohner bewährten dokumentarische Genauigkeit durch detaillierte Aufzeichnungen ihrer Flucht, etwa Fahrtzeiten und genaue Daten, die bis heute in persönlichen Archiven erhalten sind. Diese Dokumente zeugen vom persönlichen Erleben dieser historischen Umwälzung.
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