Mappila Bay, Naturhafen in Kannur, Indien
Mappila Bay ist ein natürlicher Hafen an der Küste von Kannur im Bundesstaat Kerala, Indien, der durch eine aus dem Fort ins Meer reichende Schutzmauer gesichert wird. Diese Mauer schafft eine ruhige Zone, in der Fischerboote vor dem offenen Meer geschützt anlegen können.
Die Bucht war während der Herrschaft der Kolathiri-Dynastie ein wichtiger Handelshafen und verband Kannur mit fernen Inseln und Händlern aus Übersee. Im Laufe der Zeit wurde sie nacheinander von den Portugiesen, den Holländern und der britischen Ostindien-Kompanie kontrolliert, was deutliche Spuren hinterlassen hat.
Die Bucht liegt zwischen dem Fort St. Angelo und dem Arakkal-Palast, dem Sitz der einzigen muslimischen Königsdynastie Keralas. Wer entlang des Ufers spaziert, entdeckt noch heute Spuren dieser verschiedenen Einflüsse in der Architektur und im Alltag der Fischer.
Die Bucht ist vom Stadtzentrum Kannurs aus mit lokalen Verkehrsmitteln leicht erreichbar und liegt in der Nähe historischer Monumente am Ufer. Der Besuch in der Trockenzeit ermöglicht ruhigeres Wetter und einen angenehmeren Spaziergang entlang der Küste.
Eine Zusammenarbeit zwischen Indien und Norwegen hat den Hafen in der Mitte des 20. Jahrhunderts modernisiert und zu einem der größten Fischereizentren an der Malabarküste gemacht. Diese Partnerschaft brachte neue Fangtechniken in die Region und veränderte die Arbeit der lokalen Fischer grundlegend.
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