Adinath-Tempel, Jain-Tempel in Rajasthan, Indien
Der Ranakpur Jain-Tempel ist ein Māru-Gurjara-Sakralbau im indischen Rajasthan, dessen Anlage sich über mehr als 3700 Quadratmeter erstreckt und 1444 Marmorsäulen umfasst, die alle unterschiedlich gestaltet sind. Jede dieser Säulen trägt eigene geometrische Verzierungen, die beim Durchschreiten der Hallen ein sich ständig wandelndes Muster ergeben.
Der Bau begann 1437 unter der Schirmherrschaft von Rana Kumbha, wobei der örtliche Kaufmann Dharna Shah die Finanzierung übernahm und die Arbeiten mehr als fünf Jahrzehnte dauerten. Nach seiner Fertigstellung blieb der Komplex über Jahrhunderte ein Zentrum jainistischer Verehrung und zog Pilger aus ganz Indien an.
Die vier identischen Marmorfiguren des Adinatha im Hauptschrein blicken in alle Himmelsrichtungen und verkörpern die Lehre des Tirthankaras von der Überwindung weltlicher Grenzen. Gläubige umrunden diese Darstellungen während ihrer Gebete und schaffen so einen meditativen Rhythmus im inneren Raum.
Besucher können von Udaipur aus anreisen, dessen Flughafen etwa 96 Kilometer entfernt liegt, oder den Bahnhof Falna nutzen, der näher am Tempelkomplex liegt. Die beste Besuchszeit sind die kühleren Morgenstunden, wenn das natürliche Licht die Marmorarbeiten besonders gut zur Geltung bringt.
Unterirdische Kammern unter dem Hauptgebäude dienten in früheren Zeiten dazu, die heiligen Statuen während militärischer Bedrohungen zu verbergen. Diese verborgenen Räume zeigen, wie die Erbauer religiöse Verehrung mit praktischer Verteidigung verbanden.
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