Chitharal Jain Monuments, Jain-Tempel im Bezirk Kanyakumari, Indien
Die Chitharal-Denkmäler bilden einen Komplex mit drei in natürliche Felsformationen gehauenen Heiligtümern, die mit aufwendigen Steinschnitzereien und detaillierten Wandreliefs überall in den Strukturen versehen sind. Das Gelände liegt auf einem Hügel und erstreckt sich über verschiedene Ebenen mit mehrstöckigen Kammern, die in den Felsen hineingearbeitet wurden.
Der Komplex wurde im 9. Jahrhundert unter der Herrschaft von Vikramaditya Varaguna Pandya erbaut und diente zunächst als Jain-Zentrum für Lehre und Verehrung. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts verlor er seine jainistische Funktion und ging in andere Hände über.
Der Tempelkomplex zeigt heute einen Übergang von jainistischer Lehre zu Hindu-Verehrung, der über Jahrhunderte stattgefunden hat und in den Räumen sichtbar wird. Diese Vermischung religiöser Praktiken prägt das Aussehen und die Nutzung des Ortes bis heute.
Der Aufstieg zum Gelände auf dem Hügel erfordert steilere Wege und mehrere Treppenstufen, was etwas körperliche Anstrengung kostet und Zeit in Anspruch nimmt. Das Betreten ist kostenlos und die Öffnungszeiten sind großzügig, sodass es sich lohnt, genug Zeit für den Aufstieg und die Erkundung einzuplanen.
Die Wände tragen Inschriften in mehreren alten Schriftsystemen wie Tamil Vattezhuthu, Malayalam und Sanskrit, die historische Spenden und religiöse Praktiken dokumentieren. Diese beschrifteten Steine sind heute noch lesbar und geben Einblick in die tägliche religiöse Leben dieser Zeit.
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