Armamalai Cave, Jain-Höhlenheiligtum im Bezirk Vellore, Indien
Die Armamalai-Höhle ist eine natürliche Steinformation in einer Felswand mit drei unterschiedlichen Heiligtumsbereichen, in denen frühmittelalterliche Wandmalereien auf kalkgetünchten Oberflächen zu sehen sind. Die künstlerischen Techniken zeigen geschickte handwerkliche Arbeit, die in die Bergseite eingraviert und bemalt wurde.
Im 8. Jahrhundert wurde diese natürliche Höhlenformation in einen religiösen Komplex umgewandelt, den Jain-Mönche zum Meditieren und Beten nutzten. Die Umgestaltung zeigt, wie frühmittelalterliche Gemeinschaften natürliche Räume für ihre spirituellen Praktiken anpassten.
Die Wände zeigen Gravierungen, Malereien und Inschriften in Tamil-Brahmi-Schrift, die zeigen, wie mittelalterliche Gläubige hier beteten und meditierten. Der Ort war ein Zentrum für religiöse Praktiken, die sich in den sorgfältig bearbeiteten Oberflächen der Höhle widerspiegeln.
Der Ort befindet sich in etwa 100 Kilometern Entfernung und kann mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Mietwagen erreicht werden. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und die Wegbedingungen vor der Anfahrt überprüfen, da die Zufahrt je nach Jahreszeit unterschiedlich sein kann.
Archäologische Grabungen haben Gegenstände aus der Eisenzeit und Bruchstücke von Wächterfiguren mit Inschriften gefunden, die auf einen Schüler namens Sri Kanaka hinweisen. Diese Funde deuten darauf hin, dass die Höhle über längere Zeit hinweg verschiedene Funktionen hatte und von unterschiedlichen Besuchern genutzt wurde.
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