Serai Nurmahal, Karawanserei in Nurmahal, Indien.
Der rote Sandsteinkomplex verfügt über 140 Zellen, die in einem quadrangulären Grundriss mit achteckigen Türmen an jeder Ecke angeordnet sind. Die Struktur umfasst auch eine Moschee und Wasserfazilitäten, die für Reisende gebaut wurden.
Zwischen 1619 und 1621 ließ Kaiserin Nur-Jahan, die Ehefrau des Mogulkaiser Jahangir, diesen Komplex mit Unterstützung von Nawab Zakariya Khan errichten. Das Bauwerk sollte als sicherer Rastplatz für Handelswagen entlang der damaligen Handelsrouten dienen.
Die westliche Pforte zeigt aufwendig gemeißelte Steinmotive mit Lotusmedaillons, Engeln, Löwen und Pfauen, die die Vorlieben der Mogularchitektur widerspiegeln.
Der Ort befindet sich in einem offenen Bereich und ist zu Fuß erreichbar, wobei die Anlage von der Archäologischen Befundbehörde Indiens gepflegt wird. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen und sich auf Außenerkundung vorbereiten, besonders während der heißeren Monate.
Der Eingangsbereich verfügt über doppelte Tore, die unabhängig voneinander betrieben wurden und während der Mogul-Zeit ein sicheres Kontrollsystem für Reisende bildeten. Dieses Doppel-Tor-System ermöglichte es, Besucher zu überwachen und die Anlage vor unbefugtem Zugang zu schützen.
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