Maragheh Observatory, Sternwarte-Ruinen aus dem 13. Jahrhundert in Maragheh, Iran.
Das Maragheh-Observatorium war eine wissenschaftliche Anlage aus dem 13. Jahrhundert, die auf einem Hügel mit ausgedehnten Bereichen für astronomische Instrumente errichtet wurde. Die Überreste zeigen noch immer kreisförmige Steinstrukturen und Reste von Messinstrumenten, die einst der Himmelsbeobachtung dienten.
Ein mongoliischer Khan gründete diese Einrichtung um 1259 und berief einen renommierten persischen Wissenschaftler als Leiter, um das Observatorium aufzubauen. Unter seiner Führung wurde es zu einem der wichtigsten Zentren der astronomischen Forschung in der damaligen Zeit.
Diese Einrichtung war ein Zentrum für Gelehrte aus der ganzen islamischen Welt, die hier zusammenkamen, um die Sterne zu beobachten und ihre Erkenntnisse auszutauschen. Der Ort zog Mathematiker, Astronomen und Philosophen an, die das Wissen ihrer Zeit erweiterten.
Der Ort liegt auf einer Anhöhe und ist am besten bei Tageslicht zu besuchen, um die Steinstrukturen und erhaltenen Instrumententeile deutlich erkennen zu können. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da das Gelände uneben ist und die Wege nicht überall gepflastert sind.
Dieses Observatorium war nicht nur ein Ort der Himmelsbobachtung, sondern beherbergte auch eine riesige Bibliothek mit Zehntausenden von Werken. Die wissenschaftlichen Methoden und Instrumente, die hier entwickelt wurden, dienten später als Vorbild für ähnliche Einrichtungen in anderen Teilen Asiens.
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