Tarent, Marinestützpunkt in Apulien, Italien
Taranto ist eine Hafenstadt und Marinestützpunkt in Apulien, Süditalien, die sich über eine Insel und zwei Festlandhalbinseln verteilt. Das alte Zentrum liegt auf der schmalen Insel zwischen den beiden Meeresarmen und ist durch zwei Drehbrücken mit den neueren Vierteln verbunden.
Spartanische Siedler gründeten die Stadt im achten Jahrhundert vor Christus als Kolonie, die rasch zur mächtigen Hafenstadt im Großgriechischen Raum aufstieg. Im Mittelalter wechselten Normannen, Byzantiner und Aragonesen die Herrschaft, bevor sie im neunzehnten Jahrhundert Teil des geeinten Italiens wurde.
Der Name stammt vom griechischen Taras, einer Gestalt aus der Gründungslegende der Stadt, die heute noch im lokalen Bewusstsein präsent ist. Fischer verkaufen morgens in den engen Gassen der Altstadt frischen Fang, während an den Ufern des kleineren Meeres Muschelfarmen sichtbar sind.
Die Drehbrücken öffnen sich mehrmals täglich, um Schiffen die Durchfahrt zu ermöglichen, was kurze Wartezeiten für Fußgänger und Fahrzeuge mit sich bringt. Am besten besucht man die Altstadt zu Fuß, da die Gassen eng sind und Parkplätze außerhalb liegen.
Die Ponte Girevole, eine der beiden Drehbrücken, wurde Ende des neunzehnten Jahrhunderts erbaut und funktioniert noch immer mit dem ursprünglichen mechanischen System. Bei ihrer Öffnung teilt sich die Fahrbahn in zwei Hälften, die senkrecht in die Höhe schwenken und den Durchgang für große Schiffe freigeben.
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