Piana di Sibari, Küstenebene am Golf von Tarent, Italien.
Die Piana di Sibari ist eine Küstenebene in Kalabrien zwischen dem Pollino-Massiv und der Sila-Bergkette, die von den Flüssen Crati und Coscile durchzogen wird. Das Gebiet erstreckt sich über mehrere hundert Quadratkilometer und bildet heute ein wichtiges Anbaugebiet für Zitrusfrüchte, Oliven und Reis.
Die Ebene verdankt ihren Namen der antiken griechischen Stadt Sybaris, die hier blühte, bis sie 510 v.Chr. durch die rivalisierende Stadt Crotone zerstört wurde. Nach dieser Katastrophe lag das Land lange Zeit verlassen, bevor es im 20. Jahrhundert wiederbelebt wurde.
Die Gegend zeigt bis heute die Spuren ihrer antiken Vergangenheit in den verstreuten Überresten von Siedlungen, die man beim Wandern entdecken kann. Diese Orte erzählen von Menschen, die hier über Jahrtausende hinweg gelebt haben.
Die Ebene kann mit dem Auto durchquert oder zu Fuß erkundet werden, wobei Wanderwege durch Anbaugebiete zu den archäologischen Stätten führen. Es ist ratsam, in den wärmeren Monaten früh morgens zu gehen und sich vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen.
Die Region beherbergt eine Zuchtpopulation von weißen Störchen, die sich gegen die Landwirtschaft behauptet haben und regelmäßig in den offenen Feuchtgebieten zu beobachten sind. Diese seltenen Vögel machen die Gegend zu einem unerwarteten Vogelbeobachtungsort in Süditalien.
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