Castello di Montorio, Mittelalterliche Burg in Sorano, Italien
Das Castello di Montorio ist ein befestigter Gutshof im Dorf Montorio, Gemeinde Sorano in der Toskana. Der L-förmige Grundriss hat einen niedrigen runden Turm an der Südostecke der Dorfmauer. Die Mauern sind mit Tuffsteinblöcken verkleidet, und ein Hof mit einem Brunnen, früher eine Zisterne, ist mit Spiegeln aus dem Schloss von Sopano geschmückt.
Montorio war zunächst eine Aldobrandeschi-Festung, doch bereits im 13. Jahrhundert überließ die Familie sie als Nutznießung den Ottieri, lokalen Herren wie Graf Bartolomeo. Das Diplom Kaiser Ottos I. vom 19. August 967, ausgestellt in Viterbo, hatte die Burg Raynerius Lotherius von Castell'Ottieri erblich übertragen. Die Ottieri hielten sie durch Kämpfe mit Orvieto, die Grafschaft Castell'Ottieri und die Eingliederung ins Großherzogtum Toskana Anfang des 17. Jahrhunderts, bis die Familie erlosch; 1789 starb Lottario in Rom ohne Erben.
Der Name des Schlosses stammt vom Dorf Montorio, und der Brunnen in seinem Hof diente früher als Zisterne. Dieser Brunnen ist mit Spiegeln geschmückt, die ursprünglich im Schloss von Sopano standen, ein noch heute im Hof sichtbares Detail.
Das Schloss ist heute ein privates Landwirtschaftsgut und bietet der Öffentlichkeit nur begrenzte Zugang. Besucher können von außen die befestigten Mauern und die Lage auf erhöhtem Gelände sehen, was helfen kann, die ursprüngliche Verteidigungsposition zu verstehen.
Der Brunnen im Hof der Burg diente früher als Zisterne und ist mit Spiegelplatten verziert, die ursprünglich im Schloss von Sopano standen – ein Detail, das die meisten Besucher übersehen. Die beiden Gebäudeflügel rahmen diesen Hof innerhalb der Dorfmauern.
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