Cairo Montenotte Castle, Mittelalterliche Festung in Cairo Montenotte, Italien.
Die Burg von Cairo Montenotte, auch Del Carretto-Scarampi genannt, liegt auf der Höhe über dem Ort Cairo Montenotte im oberen Bormidatal. Sie entstand vermutlich zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert als Festungsresidenz der Del Carretto und kontrollierte die Magistra Langarum genannte Straße nach Cortemilia, Alba und Asti. Nach den Belagerungen von 1625 und 1627 sind nur noch einige Ruinen erhalten.
Wahrscheinlich zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert errichtet, wurde die Burg nach der Teilung der Ländereien seines Vaters Enrico I. zum Sitz Ottones Del Carretto. 1214 trat Markgraf Ottone I. seine Ländereien an die Republik Genua ab und erhielt dafür die offizielle Investitur. 1322 gingen die Güter an Manfredo IV. von Saluzzo, zwischen 1337 und 1339 an die Asteser Familie Scarampi, die die Burg als Residenz umbaute. Die Belagerungen von 1625 und 1627 ließen von der alten Carretto-Residenz nur Ruinen übrig.
Die Burg spiegelt die mittelalterliche Bauweise Liguriens wider und zeigt, wie lokale Adelsfamilien ihre Macht durch Festungsanlagen ausdrückten. Besucher können an der Steinarchitektur ablesen, welche Bedeutung dieser Ort für die regionale Verteidigung hatte.
Der Weg zur Burg beginnt im Zentrum von Cairo Montenotte und folgt markierten Pfaden hinauf zum Gipfel. Parkplätze stehen am Fuße des Hügels zur Verfügung, von wo aus die Wanderung beginnt.
Die Burg wird auch Del Carretto-Scarampi genannt, zur Unterscheidung vom nahen Castellazzo und der Burg im Ortsteil Carretto. Eine Legende erzählt, dass Franz von Assisi 1213 am Hof Ottos I. dessen taubstumme Tochter heilte; der Markgraf stiftete daraufhin das Franziskanerkloster, in dem die Familie Del Carretto ihr Begräbnisrecht hatte.
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