Castellum aquae, Wasserverteilungsgebäude im antiken Pompeji, Italien.
Das Castellum Aquae war eine Wasserteilungsanlage in Pompeji mit einem kreisförmigen Becken und mehreren Rohren, die Wasser in verschiedene Höhen weiterleiteten. Das Bauwerk fungierte als zentraler Umverteilungspunkt, von dem aus Bleirohre das Wasser zu unterschiedlichen Stadtvierteln führten.
Das Castellum Aquae war mit dem Serino-Aquädukt verbunden, das Wasser von außerhalb in die Stadt brachte, und wurde durch den großen Erdbeben 62 n. Chr. beschädigt. Der Ausbruch des Vesuvs 79 n. Chr. konservierte die Anlage für die Nachwelt.
Das Castellum Aquae zeigt, wie die Römer Wasser in der Stadt verteilten und damit den Alltag der Menschen gestalteten. Besucher können hier sehen, wie dieses Bauwerk die grundlegende Infrastruktur war, die Häuser, Bäder und Brunnen mit Wasser versorgte.
Die Anlage ist zu Fuß vom archäologischen Park aus erreichbar und befindet sich in einer leicht erhöhten Position, was eine gute Orientierung ermöglicht. Besucher sollten bereit sein, über unebenes Gelände zu gehen, da es sich um antike Ruinen handelt.
Die Anlage hatte ein ausgeklügeltes Torentorsystem mit Brechern, das es ermöglichte, den Wasserdruck präzise zu regulieren und die Verteilung je nach Tageszeit anzupassen. Dieses frühe Beispiel von hydraulischer Kontrolle zeigt, wie Roman diese komplizierten Ingenieursherausforderungen meisterten.
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