Pisa Charterhouse, Kartäuserkloster in Calci, Italien
Pisa Charterhouse ist ein Kartäuserkloster in Calci, Italien, das sich an den Hängen des Monte Pisano ausbreitet und mehrere Gebäudeflügel umfasst. Die Anlage zeigt barocke Marmorarbeiten, Kreuzgänge, kleine Kapellen und gepflegte Gärten, die sich um geräumige Innenhöfe gruppieren.
Das Kloster wurde im 14. Jahrhundert gegründet und durchlief umfassende Umbauten im Barockzeitalter. Während der napoleonischen Zeit fanden französische Mönche hier Zuflucht vor religiöser Verfolgung und brachten eigene Traditionen mit.
Das Kloster trägt den Namen Certosa di Pisa, wobei das Wort Certosa vom lateinischen Kartäuser-Orden abstammt und bis heute die Stille dieser Räume prägt. Besucher bemerken die enge Verbindung zwischen religiösem Leben und künstlerischer Gestaltung, denn Mönche nutzten die Anlage jahrhundertelang als Rückzugsort für Gebet und Kontemplation.
Die Anlage beherbergt heute Teile des Naturkundemuseums der Universität Pisa mit Sammlungen zu Geologie und Zoologie. Besucher können durch mehrere Räume und Höfe spazieren, wobei einige Bereiche nur während Führungen zugänglich sind.
Im kleinen Friedhof des Klosters wurden Mönche ohne Sarg und ohne Grabstein beerdigt, um die irdische Identität nach dem Tod zu löschen. Diese Praxis spiegelte die strenge Askese der Kartäuser wider, die jeden persönlichen Besitz und jedes Gedenken ablehnten.
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