Nostra Signora di Tergu, Romanische Kirche in Tergu, Italien
Nostra Signora di Tergu ist eine romanische Kirche aus rotem Trachyt mit Kalksteinverzierungen in Tergu, Sardinien. Das Gebäude hat eine zentrale Eingangstür mit geschnitzten Säulenköpfen mit Akanthusmustern und zeigt auf der oberen Ebene fünf blinde Arkaden mit geometrischen Motiven.
Die Kirche, Sancta Maria de Therco genannt, war eine Benediktinerabtei, die nach dem Libellus judicum turritanorum unter Marianus I. de Lacon-Gunale gegründet wurde, dem Richter von Torres von 1065 bis 1082. Ab 1122 erscheint sie unter den Besitzungen von Montecassino, und die Pseudocondaghe di Santa Maria di Tergu nennt 1117 als Weihejahr, an dem lombardische und pisane Handwerker beteiligt waren. 1444 gingen Kirche und Kloster an das Erzbistum Torres über.
Der Name Sancta Maria de Therco erscheint im Libellus judicum turritanorum, einer wohl von einem Mönch verfassten Urkunde des 13. Jahrhunderts in logudoresischer Volkssprache. Die Kirche ist bis heute Pfarrkirche von Tergu; ihre Weihe an Nostra Signora ist in den Pseudocondaghe di Santa Maria di Tergu überliefert, die die Konsekration von 1117 nennt.
Das Gebäude liegt am Rande von Tergu auf einer erhöhten Position. Der Ort ist relativ isoliert, daher sollten Besucher mit geeignetem Schuhwerk und Wasser rechnen und genug Zeit für die Erkundung einplanen.
Die beiden äußersten Säulchen der oberen Loggia haben ein Zickzackprofil, anders als die glatten Schäfte daneben. Außerdem fehlt der Fassade ihr oberer Teil, der im Lauf der Jahrhunderte einstürzte; die fünfbogige Blendloggia bildet heute den Abschluss der Front.
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