San Francesco Convent, Mittelalterliches Kloster und Kirche in Fiesole, Italien
Das Kloster San Francesco ist ein Franziskanerkonvent an der Via San Francesco am Westrand der Altstadt von Fiesole. Seine Kirche wurde 1905-1906 von Giuseppe Castellucci im neugotischen Stil umgebaut; sie hat eine Giebelfassade aus Steinblöcken, eine Rosette und einen vorspringenden Portikus mit einem Fresko des heiligen Franziskus. Im Inneren gliedert sich ein einschiffiger Raum unter spitzbogigem Tonnengewölbe in vier Joche mit vier Seitenaltären; rechts liegt der Konvent, dessen freskierter Bogen den Zugang bildet und den drei Kreuzgänge umgeben.
Auf dem Gelände über der etruskischen Akropolis von Fiesole stand eine Burg, die Florenz 1125 zerstörte. Augustinerinnen errichteten ab 1225 ein Kloster und verließen es 1352. 1399 kamen Franziskaner; mit Bruder Giovanni da Stroncone und Mitteln von Guido del Palagio gründeten sie den Konvent und besaßen ihn ab 1407 vollständig. Bernhardin von Siena war 1418 Guardian. 1810 aufgehoben, wurde er 1870 wiedereröffnet.
Die Klosterkirche bewahrt ein Fresko des Quattrocento mit dem heiligen Franziskus in der Lünette ihres Vorbaus und eine Terrakotta-Madonna mit Kind von Primo Aglietti von 1907 am linken Seitenportal, nach Vorbildern des Giovanni Pisano. Innen zeigen die Altäre eine Mystische Vermählung der heiligen Katharina von Cenni di Francesco aus dem späten 14. Jahrhundert und Piero di Cosimos Disput über die Unbefleckte Empfängnis, die Pala di Fiesole.
Das Kloster liegt am westlichen Rand der Altstadt von Fiesole in der Via San Francesco, unweit des Doms San Romolo und der ehemaligen Kirche Sant'Alessandro. Der Klostereingang liegt am Platz und führt durch einen freskierten Bogen; die Kirchentür befindet sich an der Fassade. Der größte Kreuzgang hat einen vierseitigen Portikus mit Kreuzgewölbe.
Die Klosterbibliothek beherbergt eine seltene Sammlung patristischer Werke, die Forscher aus ganz Italien anzieht, die sich mit frühchristlichen Texten beschäftigen. Diese Bücher sind schwer anderswo zu finden und machen das Kloster zu einem unerwarteten Anlaufpunkt für theologische Studien.
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