Hermitage of San Bartolomeo in Legio, Romanische Einsiedelei in Roccamorice, Italien.
Die Eremitage San Bartolomeo in Legio ist ein Eremitum aus dem Mittelalter, das in die Kalksteinfelsen des Majella-Nationalparks gebaut ist und etwa 700 Meter über dem Meer liegt. Das Bauwerk besteht aus einer Kapelle und zwei Räumen, die direkt aus dem Fels geschlagen sind und über vier verschiedene in den Berg gehauene Treppenstufen erreichbar sind.
Die Ursprünge dieser Anlage reichen vor das 11. Jahrhundert zurück, doch erhielt sie ihre heutige Form, als sie um 1250 von Pietro da Morrone, der später Papst Celestin V. wurde, erneuert wurde. Nach 1274 verbrachte dieser besondere Mönch zwei Jahre in diesem abgelegenen Zufluchtsort in den Bergen.
Der Eremitage ist eng mit dem Leben der Benediktinermönche verbunden, die hier lange Zeit lebten und die Räume als Rückzugsort nutzten. Die kleine Kapelle dient heute noch als Ort der Andacht und zieht Pilger an, die das Leben der frühen christlichen Gemeinschaft verstehen möchten.
Der Weg zur Eremitage beginnt im Ort Decontra und erfordert etwa eine halbe Stunde Gehzeit in jede Richtung mit einigen exponierten Abschnitten. Festes Schuhwerk und Vorsicht sind notwendig, besonders bei schlechtem Wetter, da die Wege schmal und teilweise steil sind.
Die vier separaten Treppen sind kunstvoll in den Fels gemeißelt und ermöglichen verschiedene Wege durch die Räume, was darauf hindeutet, dass die Anlage möglicherweise für mehrere Personen gleichzeitig genutzt wurde. Diese ungewöhnliche Anordnung macht es zu einem faszinierenden Beispiel für mittelalterliche Raumgestaltung in extremen Höhenlagen.
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