Lago Gerundo, Historischer See in der Lombardei, Italien
Der Lago Gerundo war ein großer See in der Lombardei, der sich über mehrere Provinzen zwischen Bergamo, Mailand, Lodi und Cremona erstreckte. Das Gewässer wurde durch mehrere Flüsse wie die Adda, den Serio, die Brembo und die Molgora gespeist.
Der römischen Zeit entstand die erste organisierte Drainage durch das Gebiet, um landwirtschaftliche Flächen in der fruchtbaren Ebene zu gewinnen. Die Entwässerung war jedoch ein langwieriger Prozess, der sich über Jahrhunderte bis ins 13. Jahrhundert hinzog.
Der Name des Sees stammt vom lateinischen Wort "Gerendus" ab, das Sumpfland bedeutet. Die lokale Bevölkerung erzählte sich über Jahrhunderte Geschichten von Tarantasio, einem mythologischen Drachen, der in den Gewässern hauste.
Heute ist der See nur noch eine trockenlegte Fläche in der Lombardei-Ebene und kann besichtigt werden, indem man die ehemalige Seefläche durchquert. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt und über verschiedene Wege erreichbar.
Das Besondere an diesem Gewässer war seine Größe: es erstreckte sich etwa 50 Kilometer in die eine Richtung und 25 Kilometer in die andere Richtung. Diese Ausmaße machten es zu einem bedeutenden Merkmal der norditalienischen Landschaft, bevor es vollständig verschwand.
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