Regional Natural Monument of Preia Buia, Naturdenkmal in Sesto Calende, Italien.
Das Naturdenkmal Preia Buia ist eine megalithische Anlage um einen großen erratischen Block aus Serpentinit, einem grünlich schimmernden Gestein, neben dem zwei kleinere erratische Blöcke liegen. Alle drei tragen prähistorische Petroglyphen und Schälchen. Der Hauptblock bildet eine breite, unebene Wand aus dunklem Grau und Anthrazit mit horizontalen Rissen und flachen Absätzen; auf der unteren Fläche sind verblasste blaue und rote Farbspuren zu sehen. Er steht in einem Wald etwa hundert Meter nördlich des Oratoriums San Vincenzo.
Die Steine stammen aus der letzten Eiszeit der Quartärzeit und wurden durch Gletscher von weiter entfernten Orten transportiert. Die eingemeißelten Symbole auf den Felsblöcken zeigen, dass Menschen bereits in vorgeschichtlicher Zeit diesen Ort nutzten.
Die lokale Überlieferung verbindet den Felsblock mit Mythen um Mutterschaft und Fruchtbarkeit, mit der griechischen Mythologie sowie mit dem heiligen Georg und dem Drachen. Die Petroglyphen und Näpfchen deuten auf einen vorgeschichtlichen Altar hin; daneben liegen zwei kleinere, ebenfalls gravierte Blöcke.
Der Ort ist Teil des Naturparks Ticino Valley und ist zu Fuß über lokale Wanderwege erreichbar. Am besten besichtigt man ihn mit gutem Schuhwerk, da der Boden uneben und feucht sein kann.
Der Serpentinit steht in den Hügeln über Sesto Calende nicht an; er wurde von quartären Gletschern hierher gebracht, weshalb der Block in einem bewaldeten Moränengebiet liegt. Dieselben Eismassen hinterließen die Moränenablagerungen der Lombardischen Voralpen.
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