Riserva naturale orientata Bosco della Ficuzza, Rocca Busambra, Bosco del Cappelliere e Gorgo del Drago, Naturschutzgebiet in der Metropolitanstadt Palermo, Italien.
Die Riserva naturale orientata Bosco della Ficuzza, Rocca Busambra, Bosco del Cappelliere e Gorgo del Drago ist ein großes Waldschutzgebiet in Sizilien, das Mittelmeervegetation, steile Kalksteinfelsen und saisonale Wasserstellen umfasst. Der Bereich erstreckt sich über mehrere zusammenhängende Waldzonen mit unterschiedlichen Landschaften und verschiedenen Lebensräumen für Tiere.
Die Wälder der Güter Ficuzza, Lupo und Cappelliere blieben bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts von Rodung verschont, weil das felsige Hochhügelland für Ackerbau wenig taugte, und dienten als Brennholzreserve. König Ferdinand I. beider Sizilien erwarb das Gebiet dann als Jagdreservat und ließ die Casina Reale di caccia errichten, um die das Dorf Ficuzza entstand. 1871 wurde der Rest des ehemaligen königlichen Reservats der Forstverwaltung übergeben und für unveräußerlich erklärt; ein Gesetz von 1901 machte den Bosco nazionale inalienabile di Ficuzza zur Klimastation, 1948 ging er an die Azienda Foreste Demaniali der Region Sizilien, die Aufforstungen vornahm. Die eigentliche Reserve wurde mit Dekret Nr. 365 vom 26. Juli 2000 eingerichtet.
Der Name Ficuzza stammt vom arabischen figūs für Feigenbäume; lange diente der Wald als Brennholzreserve, bevor er königliches Jagdgebiet wurde. Der Gorgo del Drago, ein zeitweiliger Teich nahe dem Gorgo Lungo, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts zum Fischteich für König Ferdinand III. von Sizilien umgestaltet.
Der Zugang erfolgt über markierte Wege, die von mehreren Ausgangspunkten beginnen, unter anderem von einem historischen Gebäude in der Nähe. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da die Wege uneben sind und die Gegend hügelig ist.
Der Gorgo del Drago, ein flacher Tümpel wenige hundert Meter vom Gorgo Lungo entfernt, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts für König Ferdinand III. von Sizilien in einen Fischteich umgewandelt. Heute führt er nur kurz Wasser, zu kurz für die meisten Süßwasserpflanzen und -tiere. Vom Zugang S. Barbara (Quattro Finaite) sind es etwa 40 Minuten zu Fuß.
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