Rocca di Borgia, Renaissancefestung in Camerino, Italien
Die Rocca di Borgia ist eine Festung aus dem 16. Jahrhundert in Camerino, errichtet an der Südwestseite der Stadt. Ihre zylindrischen Türme und der mächtige Bergfried sind Beispiele der Militärarchitektur der frühen Renaissance. Auf der inneren Esplanade steht noch ein Teil des Franziskanerkonvents San Pietro in Muralto aus dem 14. Jahrhundert.
Die Festung wurde 1503 unter Cesare Borgia errichtet, wobei der Architekt Ludovico Clodio sie als Kontrollinstrument über die Stadt gestaltete. Später spielte sie unter Papst Clemens VII. eine wichtige Rolle als sicherer Ort für Schätze aus dem Heiligtum von Loreto.
Ein Teil des im 14. Jahrhundert gegründeten Franziskanerkonvents San Pietro in Muralto steht noch auf der inneren Esplanade der Festung. Die Burg wird im Italienischen auch Rocca Borgesca genannt, nach der Familie Borgia. Die Gärten der Rocca waren wegen Umbauarbeiten geschlossen und sind wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Das Areal ist von gepflegten Grünanlagen umgeben, die es angenehm machen, die Festung von außen zu erkunden und die Aussicht zu genießen. Bei einem Besuch sollte man Zeit einplanen, um auch die umgebenden Wege und die eingefügten Denkmäler vollständig zu betrachten.
Innerhalb des Burggeländes steht auf der inneren Esplanade noch ein Teil des franziskanischen Konvents San Pietro in Muralto aus dem 14. Jahrhundert, ein Überrest aus der Zeit vor der Borgia-Festung. Der ursprüngliche Steilabfall, der die Burg von Camerino trennte, wurde im 17. Jahrhundert verfüllt, und die Gärten wurden nach einer Restaurierung kürzlich wiedereröffnet.
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