Grotta di Sant'Angelo, Religiöse Einsiedelei in Palombaro, Italien
Die Grotta di Sant'Angelo ist ein Einsiedeleigentum in einer natürlichen Höhle mit Eingang, die ein rechteckiges Schutzgebiet von etwa 35 Metern Breite enthält. Die mittelalterlichen Mauern und eine halbkreisförmige Apsis zeigen, wie der Raum für religiöse Zwecke gestaltet wurde.
Die erste dokumentierte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1221, als Papst Honorius III. die Verbindung zur Abtei San Martino in Valle bestätigte. Diese frühe Anerkennung durch Rom etablierte den Ort als wichtigen Wallfahrtsplatz.
Der Ort wandelte sich von einem Heiligtum der Göttin Bona, das mit Fruchtbarkeitszeremonien verbunden war, zu einem christlichen Verehrungsplatz um. Die Besucher sehen heute noch Spuren dieser religiösen Schichten in den Räumen und Nischen der Höhle.
Der Zugang erfolgt durch einen etwa 15-minütigen Spaziergang von Sant'Agata d'Ugno aus über einen eingezäunten Pfad mit Stufen in steileren Abschnitten. Besucher sollten auf die Unebenheiten des Bodens vorbereitet sein und festes Schuhwerk tragen.
Die Höhle enthält vier unterschiedlich geformte in Stein gehauene Zisternen, die Wasser sammelten und von den alten Bewohnern als göttliche Milch für stillende Mütter verehrt wurden. Diese ausgeklügelten Wasserspeicher zeigen, wie der Ort über Generationen hinweg genutzt wurde.
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