Santa Maria delle Grazie, Renaissancekirche in Soncino, Italien.
Santa Maria delle Grazie ist eine Renaissancekirche in Soncino mit einem rechteckigen Hauptschiff, das durch ein Kreuztonnengewölbe überspannt wird, und einem Eingangsportal aus weißem Marmor. Der Glockenturm wurde von Gerardo da Piacenza entworfen und prägt das äußere Erscheinungsbild des Komplexes.
Der erste Grundstein wurde 1501 von Kardinal Raimondo Perauti gelegt, wobei die Bauarbeiten von Pater Antonio Maestri aus Mantua beaufsichtigt wurden. Die Kirche ist also ein Werk der frühen Renaissance mit tiefe Wurzeln in dieser künstlerischen Periode.
Das Innere der Kirche ist mit umfangreichen Freskenzyklen ausgestattet, die von Renaissance-Künstlern wie Francesco Scanzi und Giulio Campi stammen und religiöse Szenen sowie die Evangelisten darstellen. Die Wandbilder zeigen das künstlerische Können dieser Zeit und prägen den Charakter des Raumes heute noch.
Die Kirche befindet sich entlang einer alten Handelsstraße, die Bergamo und Cremona verband und damals eine wichtige Route war. Besucher können den Ort leicht erreichen, da er sich an dieser historischen Verbindungslinie befindet, die noch heute erkennbar ist.
Nach dem Weggang der Karmeliter 1772 verfiel die Kirche, bis Paola Elisabetta Cerioli sie 1864 kaufte und neue Leben in den Ort brachte. Diese Rettung durch eine einzelne Person zeigt, wie persönliches Engagement zur Erhaltung wichtiger Bauwerke führen kann.
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