Santa Maria in Gruptis, Mittelalterliche Abteiruinen in Vitulano, Italien.
Santa Maria in Gruptis ist eine mittelalterliche Abtei auf dem Berg Drago im Taburno-Camposauro-Massiv, deren Ruinen einen Steinturm, ein Eingangsportal und Abschnitte der Ringmauer zeigen. Die Anlage liegt auf etwa 607 Metern Höhe und ist nur über Wanderwege erreichbar, da es keine Fahrzeugzufahrt gibt.
Die Abtei wurde zwischen 940 und 944 von einem lombardischen Fürsten von Benevent gegründet und spielte lange Zeit eine wichtige Rolle in der Region. Sie wurde von verschiedenen Orden bewirtschaftet, bevor sie 1705 entwidmet wurde und danach in Verfall geriet.
Der Name des Ortes stammt von Karsthöhlen, die zur Wasserbeschaffung genutzt wurden und ursprünglich der Madonna geweiht waren, nachdem dort eine byzantinische Ikone gefunden wurde. Diese Verbindung zwischen Bergquellen und religiöser Verehrung prägt bis heute die Identität dieses Ortes.
Der Ort ist von Vitulano aus über Wanderwege erreichbar und erfordert gutes Schuhwerk sowie ausreichend Wasser und Zeit für den Aufstieg. Es ist ratsam, bei günstigen Wetterbedingungen zu besuchen, da die Wege je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedingungen aufweisen.
Die Originalurkunden und Pergamente des Klosters, die Landtransaktionen und wirtschaftliche Aktivitäten dokumentieren, werden in der Società Napoletana di Storia Patria in Neapel aufbewahrt. Diese Dokumente erlauben Einblicke in die wirtschaftliche und soziale Geschichte dieser bergigen Region während des Mittelalters.
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