Boffalora sopra Ticino railway bridge, Eisenbahnbrücke in Boffalora sopra Ticino und Trecate, Italien
Die Eisenbahnbrücke von Boffalora sopra Ticino ist eine Bogenbrücke mit obenliegender Fahrbahn über den Tessin zwischen Boffalora sopra Ticino und Trecate, an der Strecke Turin-Mailand. Sie ist 305,16 Meter lang, hat 11 Bögen und 10 Pfeiler und ist ganz mit Granit aus Montorfano verkleidet. Seit 1962 trägt sie nur noch Eisenbahnverkehr.
Napoleon Bonaparte ordnete die Brücke 1808 an, um Frankreich mit seinem Königreich Italien zu verbinden, doch mit seinem Sturz 1813 ruhten die Arbeiten. 1823 vereinbarten Karl Felix von Savoyen und das Kaiserreich Österreich die Wiederaufnahme; der Ingenieur Stefano Ignazio Melchioni aus Novara errichtete 11 Bögen auf 10 Pfeilern aus Montorfano-Granit, vollendet 1858. 1859 versuchten die Österreicher, sie in der Schlacht von Magenta zu sprengen; sie blieb teils passierbar, und Napoleons III. Kaiserliche Garde überquerte sie.
Die Brücke heißt auch Ponte di San Martino, nach dem Weiler San Martino von Boffalora sopra Ticino, den sie mit Trecate verbindet. Seit 1962 führen nur noch Züge der Strecke Turin-Mailand über sie, die Straße wurde auf eine benachbarte neue Brücke verlegt. Die Eisenbahnvereinbarung vom 18. Oktober 1858 zwischen Piemont und Lombardo-Venetien gab ihr die Eisenbahnfunktion.
Die Brücke ist von der Eisenbahnstrecke aus sichtbar und wird täglich von Zügen befahren, die in beide Richtungen verkehren. Der beste Ort zum Beobachten ist vom Flusstal oder von den angrenzenden Wegen aus, die einen guten Blick ermöglichen.
Die Brücke ist vollständig mit Granit aus Montorfano verkleidet, mit 11 Bögen auf 10 Pfeilern; der Ingenieur war der Novareser Stefano Ignazio Melchioni, die Endkosten betrugen 3215 österreichische Lire. Im August 1944 flogen etwa zehn britische Flugzeuge sehr tief, um sie zu bombardieren, doch die Bomben verfehlten das Ziel.
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