Scola Levantina, Synagoge und religiöses Museum im Ghetto Vecchio, Venedig, Italien.
Die Scola Levantina ist eine Synagoge und ein Religionsmuseum in Venedigs Ghetto Vecchio mit einem speziellen Raumkonzept, bei dem der Schrein und die Bimah an gegenüberliegenden Wänden angebracht sind. Der Raum wird durch rote Damasttextilien und aufwendig bearbeitete Holzkonstruktionen geprägt, wobei auch bunte Marmorarbeiten und verzierte Details das Innere bereichern.
Die Scola Levantina wurde 1538 von Juden aus dem Levante gegründet und erhielt ihre heutige Form durch eine Umgestaltung im 17. Jahrhundert. Architektonische Elemente dieser Zeit werden der Werkstatt des bekannten Baumeisters Longhena zugeschrieben, die dem Raum seine charakteristische Prägung gab.
Der Name Scola Levantina erinnert an die levantinischen Juden, die diesen Raum schafften und nutzten. Der geschnitzte Nussbaum-Bimah ist in Schwarz gestrichen und zeigt feinste Pflanzenmotive, die zeigen, wie kunstvoll diese Gemeinde ihre Gottesdienste gestaltete.
Der Zugang zur Scola Levantina erfolgt über die Calle del Ghetto Vecchio, wo man eine Treppe hinauf zur Synagoge im ersten Stock gelangt. Die Räume sind eng, daher sollte man mit den räumlichen Bedingungen einer mittelalterlichen Gasse rechnen.
Der Schrein beherbergt ein Arkadendach mit einem sternengefüllten himmelsblauen Hintergrund, das 1786 mit einem Messingtor versehen wurde. Dieses Detail zeigt die aufwendige Handwerkskunst aus verschiedenen Epochen, die an einer einzigen religiösen Struktur zusammenkamen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.