Gadara-Aquädukt, Römisches Aquäduktsystem zwischen Dille, Syrien und Umm Qais, Jordanien.
Das Gadara-Aquädukt ist ein römisches Wasserleitungssystem, das sich über etwa 170 Kilometer durch Syrien und Jordanien erstreckt und sowohl oberirdische Abschnitte als auch unterirdische Tunnel umfasst. Die Konstruktion wurde entwickelt, um Wasser über große Entfernungen zu verschiedenen Städten zu transportieren und versorgte die Regionen mit dem lebensnotwendigen Element.
Der Bau dieses Wassersystems begann während der Herrschaft von Kaiser Trajan im 2. Jahrhundert und war ein ehrgeiziges Projekt zur Versorgung mehrerer Städte. Es zeigt, wie das römische Reich seine Macht über weite Gebiete ausstreckte und dabei beeindruckende technische Leistungen erbrachte.
Das Wassersystem verband mehrere antike Siedlungen und ermöglichte die Entwicklung von römischen Badeanlagen und öffentlichen Gebäuden in der gesamten Region. Es war damals von großer Bedeutung für das tägliche Leben der Menschen und ihre Verbindung untereinander.
Die Tunnel des Systems folgen einem sanften Gefälle, das dem Wasser ermöglichte, kontinuierlich über die lange Strecke zu fließen. Besucher sollten bedenken, dass nur bestimmte Abschnitte heute zugänglich sind und die meisten Teile der antiken Route schwer zu Fuß erreichbar sind.
Das System enthält einen unterirdischen Tunnel von etwa 94 Kilometern Länge, der einer der längsten bekannten Tunnelbauten aus der Antike ist. Diese bemerkenswerte Leistung zeigt das Können römischer Ingenieure, die ohne moderne Technologie solch komplexe Projekte verwirklichen konnten.
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