Baqa'a refugee camp, Flüchtlingslager im Gouvernement Balqa, Jordanien.
Baqa'a ist ein palästinensisches Flüchtlingslager im Gouvernement Balqa in Jordanien, das heute mehrere Stadtteile mit Betonhäusern, Schulen, Kliniken und einem zentralen Markt umfasst. Die Straßen verlaufen in einem dichten Netz zwischen mehrstöckigen Wohngebäuden, kleinen Läden und öffentlichen Einrichtungen, die über das gesamte Gelände verteilt sind.
Das Lager entstand 1968 mit etwa 5000 Zelten, nachdem rund 26000 Menschen aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen während des Konflikts von 1967 geflohen waren. Zwischen 1969 und 1971 trugen westdeutsche Organisationen dazu bei, die Zelte durch über 8000 vorgefertigte Unterkünfte zu ersetzen, die die Bewohner später in feste Strukturen umwandelten.
Der Markt im Lager trägt den Namen Souq Al-Hal-lal und dient den Bewohnern als zentraler Treffpunkt für den Einkauf traditioneller Waren und Lebensmittel. Hier pflegen palästinensische Familien ihre Erinnerungen an die Heimat durch den Handel mit typischen Produkten und die Weitergabe von Bräuchen.
Der Zugang erfolgt über mehrere Straßen, die in das Lager führen, wobei die Orientierung am einfachsten ist, wenn man sich am zentralen Markt als Bezugspunkt orientiert. Die Wege innerhalb des Geländes sind oft eng, daher ist es hilfreich, sich Zeit zu nehmen und auf lokale Schilder zu achten.
Mehr als 16 000 Schüler besuchen die Schulen des Lagers, die in acht Gebäuden untergebracht sind und in zwei Schichten arbeiten, um alle Kinder unterzubringen. Fast 500 Lehrkräfte sind in diesen Einrichtungen tätig, was die Bildungsinfrastruktur zu einem wichtigen Teil des täglichen Lebens macht.
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