Burg Hiroshima, Japanische Burg im Stadtbezirk Motomachi, Hiroshima, Japan
Die Anlage im Stadtbezirk Motomachi ist eine Burgform der japanischen Ebenen und wurde nach der Zerstörung als Museum in Stahlbeton nachgebaut. Die fünfstöckige Hauptstruktur ruht auf einem massiven Steinfundament und wird von zwei mit Flusswasser gespeisten Wassergräben umgeben, die das Gelände vom Rest der Stadt trennen.
Mori Terumoto ließ die ursprüngliche Anlage zwischen 1589 und 1599 errichten, um sein Herrschaftsgebiet in der Region zu festigen. Die Atombombe von 1945 zerstörte alle hölzernen Gebäude vollständig, woraufhin die Stadt 1958 mit dem Wiederaufbau als historisches Denkmal begann.
Der Name bedeutet wörtlich Karpfenburg und verweist auf eine ältere Bezeichnung dieser Gegend am Flussdelta. Im Inneren zeigen mehrere Stockwerke Rüstungen, Waffen und Alltagsgegenstände aus der Zeit der Samurai, die bis heute Schulklassen und Geschichtsinteressierte anziehen.
Das Museum öffnet täglich außer an Neujahrstagen und erlaubt Besuchern, alle Stockwerke zu erkunden, wobei der letzte Einlass etwa eine halbe Stunde vor Schließung erfolgt. Der Park rund um die Anlage ist frei zugänglich und eignet sich gut für einen Spaziergang entlang der Wassergräben.
Drei Bäume in der Nähe – ein Eukalyptus, eine Weide und eine Stechpalme – überlebten die Explosion von 1945 und wachsen bis heute auf dem Gelände. Diese Pflanzen erinnern daran, dass selbst nach extremer Zerstörung Leben fortdauern kann.
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