Ōkubo-ji, Buddhistischer Tempel in Sanuki, Japan
Ōkubo-ji ist ein Shingon-Tempel an einem abgeflachten Hang auf etwa 450 m am Berg Nyotai. Seine Haupthalle (Hondō) besteht aus drei verbundenen Teilen: einer Andachtshalle, einem Mittelteil und einem inneren Heiligtum in Form eines Tahōtō. Der Tempel hat zwei Eingänge: das hölzerne Niten-mon, ein zweistöckiges Tor, das über eine Steintreppe von Süden erreicht wird, und das Niō-mon aus Stahlbeton, das 1990 fertiggestellt wurde, auf der Westseite.
Der Tempeltradition zufolge gründete Gyōki hier während der Yōrō-Ära (717–724) eine Schilfhütte, und Kūkai errichtete später eine Halle in der Talmulde und schnitzte einen lebensgroßen Yakushi Nyorai. Der Tempel verfiel nach mittelalterlichen Bränden, wurde in der Edo-Zeit vom Takamatsu-Daimyō Matsudaira Yorishige gefördert und verlor 1900 bei einem Brand die meisten Gebäude; Hondō und Daishidō wurden bald darauf wieder aufgebaut.
Der Tempel ist die letzte der 88 Stationen; wer den Rundweg hier beendet, nennt das kechigan oder mangan. Der Tempelstempel trägt die Aufschrift „Kechigan-sho“, und gegen Gebühr wird eine Abschlussbescheinigung im Format A3 ausgestellt. Die kongō-zue der fertigen Pilger werden in der Hōjō-dō-Halle niedergelegt und bei den sai-tō-goma-Riten zur Tagundnachtgleiche im Frühjahr und am Tag des Berges verbrannt.
Der Tempel verfügt über Parkplätze für etwa 100 Fahrzeuge und liegt etwa 30 Minuten Autofahrt von der Station Kotoden Nagao oder 40 Minuten von der Ausfahrt Shido entfernt. Eine Anfahrt mit dem Auto ist am praktischsten, da die öffentlichen Verkehrsmittel begrenzt sind.
Die Tempelglocke und die Pilgerglocken von Ōkubo-ji wurden vom Umweltministerium unter die 100 Klanglandschaften Japans aufgenommen. Auf der Votivtafel des Yakushi Nyorai in der Hondō fehlen der 11. und 12. Strich des Schriftzeichens für Heilmittel, die der Stifter als Gelübde ausließ.
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