Kushiro-shi, Hafenstadt im östlichen Hokkaido, Japan
Kushiro ist eine Hafenstadt an der Pazifikküste im Osten von Hokkaido in Japan und dient als Verwaltungszentrum der gleichnamigen Unterpräfektur. Die Umgebung schließt weitläufige Sumpfgebiete ein, die sich östlich und nördlich der Stadt erstrecken und eine der größten Feuchtlandschaften des Landes bilden.
Ein kaiserlicher Erlass öffnete den Hafen im Juli 1899 für den internationalen Handel mit den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich. Die Entscheidung verwandelte einen kleinen Küstenort in einen wichtigen Handelsknotenpunkt für die Region Hokkaido und stärkte seine wirtschaftliche Rolle über die folgenden Jahrzehnte.
Der Washo-Markt zeigt morgens lebhafte Szenen, wenn Fischer frischen Fang direkt an Besucher verkaufen und dabei regionale Spezialitäten wie Lachs und Tintenfisch präsentieren. In den Wintermonaten versammeln sich Menschen an Beobachtungspunkten nahe der Sumpfgebiete, um die seltenen Mandschurenkraniche bei ihrer täglichen Futtersuche zu begleiten.
Frühes Aufstehen lohnt sich für den Besuch der Fischmärkte, wo die frischesten Produkte kurz nach Tagesanbruch verkauft werden. Die Sumpfgebiete erreicht man mit dem Bus vom Stadtzentrum aus, wobei Winterbesuche oft die besten Chancen bieten, Kraniche und andere Vögel zu sehen.
Die Küstenströmungen halten das Hafenwasser den ganzen Winter über eisfrei, während andere nördliche Häfen Japans zufrieren. Diese Besonderheit ermöglichte es der Stadt, ganzjährig als Handelstor für Hokkaido zu dienen und ihre wirtschaftliche Bedeutung auch in den kältesten Monaten zu bewahren.
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