Kokugakuin, Shinto-Universität im Bezirk Shibuya, Japan.
Kokugakuin ist eine private Hochschule im Bezirk Shibuya in Tokio, die japanische Geistesgeschichte mit modernen akademischen Fächern verbindet. Der Hauptcampus liegt nahe dem Bahnhof Shibuya und umfasst Hörsäle, Verwaltungsgebäude sowie ein Museum mit archäologischen Sammlungen.
Die Gründung erfolgte 1882 als Forschungsstelle für klassische japanische Texte und erhielt 1906 den Status einer Universität. Der Umzug an den heutigen Standort in Shibuya fand 1923 statt, nachdem das frühere Gebäude zerstört worden war.
Der Name verbindet die Begriffe für Nationalwissenschaft und traditionelle japanische Studien und verweist auf den Gründungsauftrag der Einrichtung. Besucher können einen kleinen Schrein aus den frühen 1930er Jahren auf dem Gelände betreten und dort eine ruhige Atmosphäre im städtischen Umfeld erleben.
Der Campus ist öffentlich zugänglich, wobei Museumsbesuche meist vorab angemeldet werden sollten. Die Lage in Shibuya macht die Anreise mit der U-Bahn oder zu Fuß von den umliegenden Stadtteilen aus unkompliziert.
Die Einrichtung bildet einen großen Teil der shintōistischen Priesterschaft Japans aus und unterhält ein spezialisiertes Programm für religiöse Praxis. Viele Absolventen kehren nach ihrem Studium in Familienschreine im ganzen Land zurück und setzen dort jahrhundertealte Traditionen fort.
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